Der Sommer ist da, mein grüner Daumen. Wenn Sie in den kühleren Monaten kompostiert haben, wissen Sie aus erster Hand, wie befriedigend es ist, Küchenabfälle in nährstoffreiche Erde zu verwandeln. Aber wenn die Temperaturen steigen, kann es schwieriger werden. Heißes Wetter beschleunigt die Zersetzung, bringt aber auch einzigartige Herausforderungen mit sich, darunter Schädlinge, Gerüche und Austrocknung.
Als Gärtner, der seit einigen Jahren kompostiert, habe ich ein paar Tricks gelernt, um meinen Küchenkompost auch bei Hitze glücklich und gesund zu halten. Hier sind meine Top-Tipps und einige lustige Beispiele, die Ihnen dabei helfen, Ihre Sommerkompostierung im Handumdrehen zu meistern.
1. Halten Sie es feucht, aber nicht zu viel
Ihr Kompost kann bei heißem Wetter schneller austrocknen, was den Zersetzungsprozess verlangsamt. Stellen Sie sich Ihren Kompost wie einen ausgewrungenen Schwamm vor – er sollte feucht, aber nicht durchnässt sein. Besprühen Sie Ihren Komposthaufen alle paar Tage leicht mit Wasser. Wenn Sie einen Kompostbehälter für die Küche verwenden, halten Sie einfach eine kleine Sprühflasche bereit und sprühen Sie Ihre Reste kurz ein, bevor Sie den Deckel schließen.
Tipp:Ich habe eine kleine Sprühflasche mit der Aufschrift „Kompostnebel“ unter meiner Küchenspüle und sprühe meinen Kompost ein, wenn ich neue Reste hinzufüge.Es ist eine kleine Angewohnheit, die Wunder bewirkt, wenn es darum geht, aktiv zu bleiben.
2. Balance zwischen Grün- und Brauntönen
Sommerreste sind in der Regel saftig und stickstoffreich – denken Sie an Wassermelonenschalen, Tomatenreste und frische Kräuter. Diese können stinken, wenn sie nicht durch Kohlenstoff ausgeglichen werden.
Hack:Fügen Sie reichlich trockene „Brauntöne“ wie Zeitungsschnitzel, trockene Blätter oder sogar Kaffeefilter hinzu. Braune Materialien absorbieren überschüssige Feuchtigkeit und reduzieren Gerüche. Es ist, als ob Sie Ihrem Kompost einen Hauch frischer Luft verleihen würden.
3. Zerhacken
Wenn Sie Ihre Reste in kleinere Stücke schneiden, zersetzen sie sich schneller, was bei heißem Wetter, wenn Mikroben Überstunden machen, ideal ist.
Tipp: Schneiden Sie Reste mit einer Schere oder einem kleinen Messer in mundgerechte Stücke, bevor Sie sie in den Mülleimer werfen. Anstatt zum Beispiel eine ganze Bananenschale hineinzugeben, schneide ich sie lieber in Streifen. Auf diese Weise erwärmt sich der Haufen gleichmäßig und die Zersetzung bleibt nicht nur bei den großen Brocken hängen.
4.Verwenden Sie einen abgedeckten Behälter
Fliegen und andere Schädlinge lieben warmen, stinkenden Kompost – besonders in der heißen Jahreszeit. Um sie fernzuhalten, verwenden Sie einen Kompostbehälter mit dichtem Deckel und kleinen Luftlöchern. Sie können auch eine Schicht trockenen Brauntons oder fertigen Komposts darauf legen, nachdem Sie frische Reste hinzugefügt haben, um Gerüche einzudämmen und Schädlinge abzuschrecken.
Hack:Mein Küchenkompostbehälter hat einen Deckel mit winzigen Belüftungslöchern, und ich streue jedes Mal eine Handvoll trockene Blätter oder fertigen Kompost darüber. Dieser einfache Schritt reduziert die Anwesenheit von Fliegen und sorgt dafür, dass meine Küche frisch riecht.
5. Reste einfrieren, die Sie nicht kompostieren
Wenn Sie unterwegs sind oder Ihren Kompostbehälter nicht regelmäßig erreichen können, frieren Sie Ihre Küchenabfälle in einem verschlossenen Behälter oder Beutel ein. Dies verhindert, dass Gerüche und Schädlinge in Ihre Küche und Ihren Komposthaufen eindringen.
Beispiel: An heißen Sommerwochenenden, wenn ich nicht in der Stadt bin, verstaue ich meine Gemüsereste im Gefrierschrank. Wenn ich zurückkomme, taue ich sie auf und lege sie alle auf einmal auf den Komposthaufen. Dies gibt den Mikroben auch einen schönen Nährstoffschub.
6.Bokashi für geruchlose Fermentation
Bokashi ist ein Game-Changer, wenn Sie nach einer Kompostierungsmethode suchen, die auf heiße Jahreszeiten oder kleine Räume zugeschnitten ist. Es handelt sich im Wesentlichen um einen Fermentationsprozess, der nützliche Mikroben nutzt, um Lebensmittelabfälle schnell abzubauen – sogar Fleisch und Milchprodukte!
Beispiel:Ich habe letztes Jahr einen kleinen Bokashi-Eimer für Küchenabfälle verwendet, die normalerweise nicht auf meinen Outdoor-Haufen landen, wie Milchprodukte und gekochte Reste. Nach ein paar Wochen vergrabe ich die fermentierten Reste in meiner Gartenerde und es wirkt sich wunderbar auf das Pflanzenwachstum aus.
Abschließende Gedanken
Die Kompostierung bei heißem Wetter erfordert vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit, ist aber absolut machbar und sehr lohnend. Wenn Sie Ihren Kompost feucht, zerkleinert und abgedeckt halten und einige clevere Tricks wie Einfrieren oder Bokashi anwenden, bleibt Ihre Küche den ganzen Sommer über kompostiert. Ihr Boden und Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken!





